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Rahmentrainingsplan für den (Halb-) Marathon
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Optimal umsetzbar in Kombination mit dem Laufbuch „Laufszene-Freiburg“, da hier abstrakte Trainingsinhalte mit konkreten Streckenvorschlägen, Tempi und vielen weiteren Trainingsformen verknüpft werden!

 
Phase 1 (Januar 2007)
»Grundlagenausdauer 1/Kraftausdauer/alternatives Training
»Dauerläufe normal 45-70min
»Dauerläufe lang 70-100min
»Fahrtspiel kupiert/Berganläufe
»Alternativtraining (MTB, SkiLL, Schwimmen)
 
Phase 2 (Februar 2007)
»Grundlagenausdauer 1 & 2 Dauerläufe normal 45-75 min
»Dauerläufe lang ab 90 min
»schnellere Dauerläufe
»Intervalltraining/Tempotraining/Fahrtspiel
 
Phase 3 (März 2007)
»Formausprägung & Wettkampfvorbereitung
»wie Phase 2 mit wettkampfnahen Belastungsformen wie z.B. Crescendo-
»Lauf, Testwettkämpfen, Tempoläufen im WK-Tempo/Fahrtspiel
»Regeneration, mentale Einstellung, Tapering
 
Generelle Hinweise
sorgfältiger Aufbau, langsam steigern (Umfang und Intensität)!
Ziel sollten für den HM 3-4 Einheiten, für den Marathon 4-5 Einheiten pro Woche sein.

Nicht immer das gleiche Tempo, nicht immer die gleiche Strecke in der gleichen Zeit:

1 * pro Woche länger laufen (HM ca. 90min/ MA 2-3h)
1 * pro Woche schneller laufen (Fahrtspiel, schnellerer Dauerlauf)

die übrigen Einheiten sind ruhige Dauerläufe im Bereich 50-70min, sie sollten zwischen den obigen Einheiten liegen und weniger belastend sein als long jog und die schnellere Einheit. Schematische Trainingspläne immer flexibel handhaben!

 
Wichtig

Ein Plan ist ein Rahmen, niemals absolut zu sehen, was zählt ist das Körpergefühl, die Stimmung und auch die Lust auf eine Einheit oder eben nicht, flexibel reagieren, sich nicht verrückt machen, wenn man den Plan nicht einhält, der Plan ist Fern- und Fremddiagnose und hat in vielen Dingen nicht so viel mit der Realität zu tun. Unbedingt modifizieren bei Erkältung, Krankheit, Trainingsausfall, Verletzung etc.

Ggf. ab und zu, z.B. alle 3-4 Wochen eine Regenerationswoche einlegen, nur mit ruhigen Läufen und / oder alternativem Training. Tendenziell sind hier natürlich auch Methoden aus dem Leistungsbereich drin, aber das sollte eigentlich gut tun, denn es geht darum, nicht immer das Gleiche im gleichen Tempo zu trainieren sondern die Reize für den Körper, die ihn zwingen sich an diese Reize anzupassen, verschieden zu gestalten, damit er sich eben umfassender anpassen muss, was letztlich eine bessere Form bedeutet.

Es geht beim Marathon auch um Kraftausdauer – Kraft in den Beinen erwirbt man vor allem auch durch die wellig-bergigen Läufe und durch die Berganläufe. (siehe dazu die entsprechenden Strecken im Buch!)

Wichtig ist es auch die Motorik zu schulen und ab und zu den Dauerlauf – Schlappschritt zu sprengen: Steigerungsläufe und Fahrtspiel verbessern die Laufökonomie.

Auch Kerneinheiten, die belastend sind, sollten im Breitensport nur submaximal gelaufen werden. Es gilt: So laufen, dass man das Programm durchlaufen kann und ggf. so laufen, dass die letzten Belastungen die schnellsten sind und nicht die ersten und dann abbauen ... „Schritt für Schritt reinlaufen“...
Generell: Vorsicht mit den „scharfen Einheiten“ ... gut dosieren.
Lange Läufe wirklich ruhig laufen, es sei denn „endbeschleunigt“ – das heißt dann hinten raus ein wenig Gas geben – sich aufraffen, mobilisieren ..., ansonsten zählt die Zeit die man unterwegs ist, nicht die Strecke!
Gymnastik nach Bedarf, kann aber helfen! (siehe dazu die Diskussion im Buch!)

Regeneration: heiße Bäder, Sauna etc. (weitere Hinweise, auch hier, im Buch!)

Erkältungsprophylaxe ist wichtig bei gesteigertem Training, gerade bei einem „Wintertraining“ wie es der Freiburg Marathon verlangt. Man ist anfällig, deshalb sollte man sich sehr schnell nach dem Training umziehen.
Nutzen Sie Vorbereitungswettkämpfe – die komplette Auswahl dazu findet sich im Buch. Diese Wettkämpfe lassen sich gut ins Training einbauen.

 

Beispielwoche Januar   

     
  Marathon Halbmarathon
Mo: 50min ruhiger Dauerlauf 50min ruhiger Dauerlauf
Di:    
Mi: Fahrtspiel z.B. Einlaufen, 10-8-6-4-2min schneller  Fahrtspiel 8-6-4-2min schneller
Do:    
Fr: 60min ruhiger Dauerlauf  45-60min ruhiger Dauerlauf
Sa:    
So: long jog 2h 70min ruhiger Dauerlauf
     
Beispielwoche Februar
     
  Marathon Halbmarathon
Mo: 60min ruhiger Dauerlauf 50min ruhiger Dauerlauf
Di:    
Mi: Fahrtspiel z.B. 12-10-8-6-4-6min Fahrtspiel 8-6-4-2min
Do:    
Fr: ruhiger DL 75min ruhiger DL 60min
Sa:    
So: 2-3h long jog 90min long jog
     
Beispielwoche März
     
  Marathon Halbmarathon
Mo: ruhiger DL 70min 50-60min ruhiger DL
Di:    
Mi: EL/AL, schnellerer Dauerlauf 2 * 30min (P:10-15´) EL/AL, schnellerer Dauerlauf 30-40min
Do: ruhiger DL 60min  
Fr: ruhiger DL 60min ruhiger DL 60min
Sa: ruhiger DL 60min  
So: long jog 2-3h 1,5-2h long jog

 

Trainingsformen:

Fahrtspiel: 2-4-6-4-2min/ 6*3min/ 3*10min usw. oder nach Topographie, Lust, Trainingspartner
Crescendo-Lauf: Dauerlauf der sehr ruhig beginnt und dann immer schneller wird.
Tempodauerlauf: schneller Dauerlauf, bei dem eine Unterhaltung schwierig wird.
Long jog: sehr ruhiger Dauerlauf, es kommt auf die Zeit an, die man unterwegs ist.

... und viele weitere Möglichkeiten, die alle im Buch ausführlich vorgestellt sind.