| Ernährungstipp des Monats von Sophie Frei |
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Tipp Nr. 9
[Oktober 2007]
Heissi Marroni!
Mit dem Herbst hat auch die Saison der Esskastanien wieder angefangen, in den Straßen dampft und duftet es nach feinen heißen Marroni! Das Wochenende im Tessin, wo ich durch die Kastanienwälder gewandert bin und unzählig viele Esskastanien gesammelt habe, inspirierte mich mal einen Ernährungstipp über diese wertvolle „Nuss“ zu schreiben.
Esskastanien, das Brot der Armen, sicherten den Tessinern das Überleben im Winter und in Krisenzeiten. Vor rund tausend Jahren begann die eigentliche Blütezeit der Kastanienbäume im Tessin.
Vom Nährwert her sind die Früchte des Edelkastanienbaums mit Kartoffeln oder Brot vergleichbar. Durch den hohen Kohlenhydratanteil sind sie sehr nahrhaft und schmecken süßlich. Auch ihr äusserst geringer Fettgehalt von lediglich 2 Gramm pro 100 g macht sie zu einem der fettärmsten Snacks auf den Straßen. Besonders wertvoll ist auch ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen. Sie liefern außerdem viel Kalium, Magnesium, Phosphor, Calcium, Eisen, Betacarotin, Vitamin B1 und B2, Niacin und Vitamin C!
Es gibt heutzutage die verschiedensten Kastanienprodukte vom Mehl über die edlen Marrons glacé bis zum Kastanienbier. Erst durch Rösten oder Kochen erhalten sie ihr typisches Aroma und eine weiche Konsistenz.
Quelle: TABULA, 4/2006 der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE)
Kastanien mit Apfelrotkraut
Gekochte Kastanien kaufen und aufwärmen, oder frische Kastanien mit einem Messer einritzen und im sehr heißen Ofen ca. ½ Stunde backen, anschließend schälen.
Zwiebeln
Rotkohl
100ml Apfelsaft
2 Äpfel (Boskop)
Salz und Pfeffer
Nelken
Den Rotkohl in feine Streifen schneiden, die Zwiebeln in Olivenöl andünsten, den Rotkohl dazugeben und ebenfalls kurz andünsten, salzen. Mit dem Apfelsaft ablöschen, auf niedriger Stufe kochen lassen. Anschließend die Äpfel schälen und in großen Stücken zum Rotkohl geben. Die ganzen Nelken ebenfalls hinzufügen und alles zugedeckt kochen lassen bis der Rotkohl weich ist, mit Pfeffer abschmecken und mit den Marroni servieren!
En guete!
Sophie Frei
Dipl.
Oecotrophologin
Suisse Balance
sophiefrei@web.de
