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Ernährungstipp des Monats von Sophie Frei
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Ernährungstipps des Monats von Sophie Frei

Tipp Nr. 10  [November 2007]


Frisches Obst und Gemüse anstatt Vitaminpillen!?

Sobald es draussen wieder kälter wird, nehmen auch die Erkältungskrankheiten zu, präventiv greifen wir zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Multivitaminpräparate, Vitamin C Pillen, ACE-Säften etc. Ist das überhaupt notwendig und sinnvoll? Gibt es einen Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen?

Obwohl der Körper eigentlich nicht zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen unterscheiden kann, sind Vitamine aus frischem Obst und Gemüse wertvoller, da sie durch natürliche Begleitstoffe in ihrer Wirkung unterstützt werden. Diese Begleitstoffe nennt man sekundäre Pflanzenstoffe.

Hierunter fallen mehrere tausend Substanzen in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten sowie in fermentierten Lebensmitteln (z. B. Sauerkraut). Es handelt sich um Stoffe, die der Pflanze u. a. als Abwehrstoffe gegen Schädlinge, als Wachstumsregulatoren sowie als Farbstoffe dienen. Den sekundären Pflanzenstoffen werden zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Sie wirken unter anderem entzündungshemmend, blutdrucksenkend, antioxidativ, antimikobiell, antikanzerogen etc.

Zu ihnen gehören z.B. die Carotinoide sie sind in rotem, gelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse (Aprikosen, Möhren, Paprika, Tomaten) sowie in grünem Gemüse (Spinat, Feldsalat) enthalten, oder die Sulfide in Knoblauch und anderen Zwiebelgewächsen.

Der gegenwärtige Kenntnisstand über die Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe reicht noch nicht aus, um konkrete Zufuhrempfehlungen für einzelne sekundäre Pflanzenstoffe zu machen. Eins ist jedoch sicher: Ein hoher und abwechslungsreicher Konsum an Gemüse und Obst steigert die Aufnahme sekundärer Pflanzenstoffe und trägt somit zur Förderung der Gesundheit bei.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dosis. Vitamine in Nahrungsergänzungsmittel sind oft hoch dosiert. Die meisten Vitamine sind zwar wasserlöslich und werden, im Überfluss eingenommen, wieder ausgeschieden. Doch liegen zurzeit noch zu wenig Informationen über mögliche Nebenwirkungen hoher Dosierungen vor. Für einige Vitamine (z. B. Vitamin A, D, C) und Mineralstoffe gibt es daher Obergrenzen.

Wie bereits erwähnt sind wir bei einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit Vitaminen versorgt und zusätzlich meist sehr teure Vitaminpräparate sind oft unnötig. Ausnahme bilden einzelne Bevölkerungsgruppen wie Schwangere, Kinder und alte Menschen.

Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen eine Zufuhr von Supplementen oder angereicherten Nahrungsmitteln wichtig ist: Fluorid, Folsäure und Jod. Warum das so ist erfahrt Ihr im nächsten Ernährungstipp.

QUELLEN: Der Brockhaus Ernährung, 2006; D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000; www.schuleplusessen.de, www.talkingfood.de, www.was-wir-essen.de


Kürbiscrèmesuppe

Der Kürbis ist der dickleibige Verwandte der Gurken und Melonen. Er wird zwar oft als Gemüse angesehen, Botaniker ordnen ihn aber den Beerenfrüchten zu und zwar als die größte Beere der Welt (Panzerbeere). Insgesamt gibt es mehr als 850 Sorten. Für die Suppe verwenden wir einen Hokkaido-Kürbis, mit seinem aromatischen, orangerotem Fleisch.

Mein Lieblingskürbis, da er gut schmeckt und man ihn nicht schälen muss! Kürbis halbieren, Kerne entfernen in Stücke schneiden und in Bouillon weich kochen. Anschließend pürieren, pfeffern und etwas Sahne, frischen Ingwer und/oder Knoblauch und einen Hauch Curry dazugeben. Mit gerösteten Kürbiskernen und falls vorhanden einem Schuss Kürbiskernöl servieren.


En guete!

Sophie Frei

Dipl. Oecotrophologin
Suisse Balance
sophiefrei@web.de